Mittwoch, 4. Januar 2012

"新年快乐" oder auch: Frohes Neues!

Und so sah Weihnachten bzw. Silvester in China aus: Los ging's am 23. mit einer kleinen Ausländer-Weihnachtsfeier in einem Hotel, inkl. All-you-can-eat-and-drink Buffet. Lecker!







Am 24. war ich in der Uni bei der deutsch-chinesischen Weihnachtsfeier, bei der allerdings hauptsächlich Chinesen anwesend waren ;) Dafür haben sie deutsche Weihnachtslieder gesungen und später das Weihnachtsplätzchenbuffet geplündert...




Es wurde sogar gewichtelt. Leider kam unter dem vielversprechenden rosa Geschenkpapier dann DAS zum Vorschein:

(getrocknetes Schweinefleisch)

Wir hatten aber - dank Glühwein - trotzdem unseren Spaß ;-) Später ging's dann für das Weihnachtsessen zum Italiener.


Den 1. Weihnachtsfeiertag haben wir am Strand verbracht:


Tja, und dann war Weihnachten auch schon vorbei, denn der 2. Feiertag war ein Montag und somit wieder ganz normaler Arbeits- bzw. Unitag! 


Am 29. musste ich zum Büro für Ein- und Ausreisen und mein Visum verlängern lassen. Nach meinen weniger positiven Erfahrungen mit Visumsangelegenheiten im Sommer war ich ja sehr skeptisch und sah mich im Geiste schon meine Koffer packen, ABER: Wunder gibt es immer wieder und so wurde mir ohne jegliche Probleme ein Visum für weitere 30 Tage ausgestellt!
So konnte ich mich dann ruhigen Gewissens in den Zug nach Hangzhou setzen, um Tanja zu besuchen. Nach acht Stunden Fahrt gab es erstmal leckere Jiaozi (gefüllte Teigtäschchen), die man in Essig oder Sojasoße tunkt:



In Hangzhou gesichtet: Die "Waist" mit dem guten Geschmack :-D Diese Übersetzer sind manchmal schon sehr kreative Leute....


Der gute alte Westlake...








In Hangzhou war es, im Vergleich zu Xiamen, eisig kalt!


Am Silvesterabend war ich mit Tanja und ihren Freunden Teppanyaki essen. Teppanyaki sind japanische Gerichte, die der Koch direkt vor den Gästen am Tisch auf einer Stahlplatte zubereitet. Die Tische sind deshalb alle rund bzw. oval und der Koch steht in der Mitte, während die Gäste drumherum sitzen. Es war soooo lecker! Falls ihr gerade hungrig seid, solltet ihr euch diese Bilder besser nicht anschauen ;-)










Das Beste: Jakobsmuscheln mit Käse - hat sogar mir geschmeckt, obwohl ich eigentlich gar keine Meeresfrüchte mag....





Nachtisch gab's auch: Banane mit Eis, das vom Koch ganz spektakulär "ein bisschen" angeschmolzen wurde...


Nachdem wir alle mehr als satt waren, zogen wir, dank Sake (japanischer Reiswein) schon ziemlich angeheitert, in eine Bar weiter, um dort ins neue Jahr zu rutschen. Countdown!



Frohes neues Jahr!!!!!



Auch am nächsten Tag wurde wieder gefeiert, diesmal im Coco Club, wo wir schon 2008 fast jedes Wochenende verbracht haben... Schön war's!




Tja, und am 2. Januar musste ich leider schon wieder die Rückreise nach Xiamen antreten. Schade - Hangzhou ist und bleibt einfach die coolste Stadt in China! Byebye Westlake, irgendwann komm ich auf jeden Fall wieder :-)


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten!!

Hallo ihr Lieben in Deutschland, ich wünsche Euch allen fröhliche Weihnachten! Feiert schön und genießt die freien Tage!
Ich habe an den letzten Wochenenden als "Nikolaus" gejobbt. Zusammen mit zwei anderen Mädels hab ich im Einkaufszentrum Süßigkeiten an Kinder verteilt und mich mit ihnen fotografieren lassen. Oft allerdings nur zur Freude der Eltern, die Kleinen fanden das meistens weniger toll ;-)















Am Mittwoch durfte ich außerdem hinter die Kulissen einer chinesischen TV-Serie blicken :-) Es wurden 20 Ausländer für Statistenrollen gesucht und da haben wir uns natürlich gemeldet. In der Serie geht es um Liebesgeschichten in der Frisör-Szene, deshalb wurden wir alle erstmal frisiert. Der Chinese auf dem Bild hat sich eine geschlagene Stunde damit abgemüht, mir Locken zu machen und sich dabei die ganze Zeit darüber beschwert, dass wir Ausländer ja so furchtbare Haare hätten - klar, im Vergleich zu den "'Borsten", die die Chinesen auf dem Kopf haben, sind unsere Haare natürlich ziemlich schlapp. Naja, als er es dann endlich einigermaßen hinbekommen hatte, kam ein anderer an und hat das Ganze wieder rausgekämmt. Es lebe die chinesische Logik!


Unsere Rolle war dann später nur, im Publikum zu sitzen und zu klatschen bzw. kurz auf der Bühne zu stehen und unsere Frisuren zu präsentieren, denn in der Folge ging es um einen Frisier-Wettbewerb. War echt interessant, sowas mal mitzuerleben! Die Serie wird übrigens ab nächstem Jahr im chinesischen Fernsehen ausgestrahlt ;-)


Die Dreharbeiten fanden am Stadtrand von Xiamen statt, dort war es echt schön!




Wie ihr seht ist es hier noch recht sonnig und warm (zumindest tagsüber), also nicht so wirklich weihnachtliches Wetter...

Montag, 12. Dezember 2011

Ende November war Thanksgiving. Die Chinesen feiern das zwar nicht (wir Deutschen ja eigentlich auch nicht), aber für die Amis ist das ja ein ganz wichtiges Fest, und so fand in Xiamen eine Thanksgivingparty statt. Sie wurde von einem chinesischen Winzer gesponsort, der seinen Wein bekannter machen wollte, deshalb gab es natürlich jede Menge Wein und dazu ein supertolles Buffet, selbstverständlich inklusive Truthahn, und das alles UMSONST! Ich hatte schon lange kein so leckeres (westliches) Essen mehr!!!


Aber auch die chinesische Küche wird natürlich nicht vernachlässigt ;-) Mit meiner Sprachpartnerin Wanfang, die aus der Provinz Guangdong (Kanton) stammt, war ich vor kurzem in einem kantonesischen Restaurant. Die Gerichte sahen alle sehr interessant aus, aber wirklich mein Fall war keins davon: Es war alles sehr süß, sogar die Fleischgerichte waren in einer süßen Soße eingelegt. Geschmackssache.....





Letzte Woche hatte ich, zusammen mit Katharina, mal wieder einen Job. In Xiamen hat ein neuer Club aufgemacht, der von innen ungefähr so aussieht wie das Geisterschloss im Europapark ;-) Dementsprechend wurden alle Mitarbeiter (inklusive uns) zur Eröffnung in seltsame Klamotten gesteckt und bekamen außerdem, mit Hilfe von zwei Kilo Schminke, die Gesichtsfarbe einer Leiche verpasst. Unsere Aufgabe war eigentlich nur, wie immer bei solchen Jobs, unsere ausländischen und für Chinesen total interessanten Gesichter in die Kameras zu halten und nett zu lächeln - wobei das dank des Make-Ups wahrscheinlich eher gruselig aussah..



Hier herrscht so langsam auch Weihnachtsstimmung. Obwohl Weihnachten für die Chinesen, da sie größtenteils keine Christen sind, eigentlich keine Bedeutung hat, kann man überall Weihnachtsartikel kaufen (siehe Bild, das war bei METRO) und auch die Verkäufer in vielen Geschäften und Cafés tragen Nikolausmützen. Leider hat sich auch das Wetter angepasst und es recht kalt geworden, vor allem da es keine Heizungen gibt   :-(


Sonntag, 27. November 2011

Ausflug zu den Hakka-Rundhäusern

Am Wochenende stand endlich mal wieder ein Ausflug "ins Grüne" an. Dreieinhalb Stunden ging es mit dem Bus raus aus der Stadt, um die berühmten Tulou zu sehen.




Erstmal mussten wir jedoch das kollektive Mittagessen hinter uns bringen: Leckere Knochen mit ein bisschen Fleisch, undefinierbare Irgendwas-Pampe und Süßkartoffeln (wobei die noch das Beste am ganzen Essen waren)... Ich mag chinesisches Essen ja wirklich - aber nur wenn ich selbst bestellen kann!


Das ist ein Tulou ("Erdhaus"):

Die Tulou, auch bekannt als Rundhäuser/Erdhäuser, sind die traditionellen Häuser des Hakka-Volks. Sie stehen meistens in der Nähe von Reis-/Tee-/Tabakfeldern und können bis zu 800 Personen beherbergen!! Jedes Gebäude ist also ein kleines Dorf für sich. Die meisten Rundhäuser findet man hier in der Provinz Fujian. Das ist die Innenansicht eines der Häuser:




Die meisten Bewohner der Rundhäuser sind Bauern.





Als wir die Rundhäuser besichtigt haben, kamen wir uns vor wie in einem anderen Zeitalter und konnten uns gar nicht vorstellen, dass heute noch Leute darin leben. Aber zurück in Xiamen haben wir zufällig einen Studenten kennengelernt, der so alt wie wir ist und tatsächlich noch in so einem Tulou aufgewachsen ist!


Seit 2008 gehören die Rundhäuser übrigens auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.